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  • Land: Deutschland

Die Stiftung ear - elektro-altgeräte rregister weist auf die Probleme durch Umgehung der Registrierungspflichten durch internationale Online-Marktplätze hin.

In einer Pressemitteilung vom 259.2024 weist die Stiftung ear - Elektro-Altgeräte Register unter dem Titel "Temu, Wish und Co.: Umgehen Online-Marktplätze das ElektroG?" auf die Probleme dadurch hin, dass sich Plattformen mit Sitz außerhalb der EU oft der gesetzlichen Kontrolle entziehen.

Die Stiftung elektro-altgeräte register steht bei der Registrierung von Elektroprodukten, die über inter­nationale Online-Marktplätze wie Temu und Wish in Deutschland verkauft werden, vor beson­deren Herausforderungen. Bereits seit dem 1. Juli 2023 sind Online-Marktplätze gesetzlich verpflich­tet, das Anbieten von Elektrogeräten nicht ordnungsgemäß registrierter Hersteller zu unter­binden. Die Durchsetzung dieser Ver­pflich­tung ist jedoch insbesondere bei Plattformen schwierig, die außerhalb der Europäischen Union agieren.

Sicherheitsrisiken für Konsumenten, Wettbewerbsdruck für Hersteller

Diese Probleme führen nicht nur zu regulatorischen Herausforderungen, sondern auch zu Wettbewerbsverzerrungen. Hersteller, die ihrer Registrierungspflicht nicht nachkommen, verschaffen sich einen unrechtmäßigen Vorteil gegenüber gesetzestreuen Unternehmen. Solche „Trittbrettfahrer“ oder „Free-Rider“ entziehen sich den Kosten und Pflichten, die mit der ordnungsgemäßen Entsorgung ihrer Produkte verbunden sind. Dies belastet nicht nur die in Deutschland registrierten Unternehmen, sondern birgt auch ernsthafte Risiken für die Entsorgungsinfrastruktur. Besonders bedenklich wird es, wenn minderwertige Produkte auf den Markt gelangen, die beispielsweise durch den Einsatz von geringwertigen Lithium-Ionen-Akkus ein hohes Brandrisiko darstellen und die Recyclingbranche zusätzlich belasten. Viele der über Online-Marktplätze verkauften Billigprodukte werden aufgrund ihrer schlechten Qualität auch schneller zu Abfall, was dem ökologischen Anspruch an die Langlebigkeit von Produkten widerspricht.

Zollkontrollen und Verbraucherinformation können helfen

Um diese Risiken einzudämmen, sind verschie­dene Lösungsansätze erforderlich. Eine Inten­sivierung der Zollkontrollen könnte dabei helfen, nicht registrierte Geräte schon an der Grenze abzufangen, bevor sie den deutschen Markt erreichen. Doch die Kontrolle allein reicht nicht aus. Besonders wichtig ist eine kontinu­ierliche Aufklärung der Verbrauc­herinnen und Ver­braucher, um sicherzustellen, dass diese die potenziellen Gefahren solcher minderwertigen Produkte kennen. Denn nicht nur rechtliche, sondern auch erhebliche Sicherheitsrisiken können mit dem Kauf von Geräten aus unzuverlässigen Quellen verbunden sein.

Quelle: stiftung ear - elektro-altgeräte register

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