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Home AltkunststoffeChemisches RecyclingBericht des JRC der EU-Kommission: Chemisches Recycling bleibt deutlich teurer als Neuware


Chemisch recycelte Kunststoffe werden nach Einschätzung des Joint Research Centre (JRC) der EU-Kommission zumindest kurz- bis mittelfristig deutlich teurer bleiben als Kunststoffneuware.

Über die Ergebnisse der Studien in englischer Sprache berichtet zusammenfassend der EUWID Recycling und Entsorgung.

Für die beiden im aktuellen Bericht „Economic viability of chemical recycling“ näher untersuchten Verfahrensgruppen Pyrolyse und Solvolyse ermittelt das JRC Produktionskosten, die mindestens das 1,5-Fache und typischerweise das Zwei- bis Dreieinhalbfache der Kosten entsprechender Neuware erreichen. Auch gegenüber Rezyklaten aus mechanischen Verfahren seien die chemischen Recyclingwege nicht wettbewerbsfähig.

Eine Marktchance für chemisches Recycling ergibt sich laut JRC insbesondere aus den Rezyklateinsatzvorgaben der Einwegkunststoffrichtlinie (SUPD) und der EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Daraus könne eine Nachfrage nach recycelten Kunststoffen – darunter Material für kontaktsensible Anwendungen – in einer Größenordnung von rund einer Million Tonnen jährlich entstehen. Chemisches Recycling könne hierfür einen möglichen Erfüllungsweg bieten. Dies bedeute jedoch nicht, dass für chemisch erzeugte Rezyklate unabhängig von ihrem Preis ein gesicherter Absatzmarkt entstehe. Gerade wegen der hohen Mehrkosten könnten verpflichtete Unternehmen nach anderen und kostengünstigeren Möglichkeiten suchen, die Vorgaben einzuhalten.

Quelle: EUWID Recycling und Entsorgunge

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