EUWID: Reger Türkei-Export verhindert stärkeren Rückgang der Schrottpreise im Oktober.
Der Stahlschrottpreis steht in Deutschland weiter unter Druck. Nach dem deutlichen Rückgang im September gaben die Preise auch in diesem Monat weiter nach. Die Schrottnachfrage der inländischen Stahlwerke sowie im benachbarten Ausland sei nach wie vor reduziert, berichten Händler. Vor allem der Bedarf an Neuschrott für die Produktion von Qualitätsstählen sei sehr gering. Dass sich die Schrottpreisabschläge im Oktober dennoch meist nur im einstelligen Bereich bewegten, lag am regen Exportgeschäft in die Türkei.
Noch Ende September deuteten die Signale der deutschen Stahlhersteller auf ein abermals deutliches Minus bei den Schrottpreisen im Oktober hin. Die Recycler rechneten mit Abschlägen um die 20 € pro Tonne. Dann aber sprang unerwartet stark die Importnachfrage der Türkei an. Die Ursache hierfür liegt Marktteilnehmern zufolge in China.

