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Statistisches Bundesamt
  1. Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im September 2026 gegenüber August 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,7 % gestiegen. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion im 3. Quartal 2026 um 0,4 % niedriger als im 2. Quartal 2026. Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2025 war die Produktion im September 2026 kalenderbereinigt 0,4 % höher. Im August 2026 stieg die Produktion gegenüber Juli 2026 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse saison- und kalenderbereinigt um 1,0 % (vorläufiger Wert: +2,0 %). Die vergleichsweise hohe Revision ist auf ergänzte Angaben von Unternehmen im Baugewerbe zu Umsatzsteuervoranmeldungen zurückzuführen.
  2. Nach wie vor bestehen in Deutschland starke regionale Unterschiede bei den Kosten, die Arbeitgeber für eine geleistete Arbeitsstunde zahlen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren im Bundesländervergleich nach den jüngsten verfügbaren Vergleichszahlen für das Jahr 2024 die Arbeitskosten in Hamburg mit 49,41 Euro je geleisteter Stunde am höchsten, gefolgt von Hessen mit 47,83 Euro. Am niedrigsten waren die Arbeitskosten mit 36,40 Euro in Mecklenburg-Vorpommern und 36,53 Euro in Sachsen-Anhalt. Im Bundesdurchschnitt betrugen die Arbeitskosten je Stunde 44,32 Euro. Insgesamt lassen sich in der regionalen Betrachtung drei Ländergruppen mit jeweils ähnlich hohen Arbeitskosten ausmachen.
  3. Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im September 2026 gegenüber August 2026 saison- und kalenderbereinigt um 4,4 % gestiegen. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang um 5,1 % höher als im Vormonat. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang im 3. Quartal 2026 insgesamt um 0,2 % höher als im 2. Quartal 2026, ohne Großaufträge stieg er um 0,1 %. Im August 2026 sank der Auftragseingang nach Revision der vorläufigen Ergebnisse gegenüber Juli 2026 um 10,1 % (vorläufiger Wert: -10,6 %).
  4. Der Dienstleistungssektor in Deutschland (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) hat im August 2026 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) 0,9 % und nominal (nicht preisbereinigt) 0,8 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Juli 2026. Verglichen mit dem Vorjahresmonat August 2025 verzeichnete der Umsatz einen Anstieg von real 0,9 % und nominal 4,5 %.
  5. Die Zahl der Privathaushalte in Deutschland wird bis zum Jahr 2050 bei einer moderaten Entwicklung von Geburten, Lebenserwartung und Zuwanderung oder unter Annahme einer relativ alten Bevölkerung sinken. Dies zeigt die Haushaltsvorausberechnung 2026 des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Demnach geht die Zahl der Privathaushalte nach diesen Vorausberechnungsvarianten von 41,8 Millionen im Ausgangsjahr 2024 um 2 % bis 5 % auf 40,9 bis 39,7 Millionen im Jahr 2050 zurück. Damit würde sich der seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 beobachtete Anstieg der Zahl privater Haushalte umkehren. Nur bei einer zukünftig relativ jungen Bevölkerung – also einer deutlich steigenden Geburtenrate kombiniert mit einer hohen Nettozuwanderung – wird die Zahl der Privathaushalte bis 2050 nicht unter das Ausgangsniveau des Jahres 2024 fallen (+1 %).
  6. Jede 23. erwerbstätige Person in Deutschland hat eine leitende Position inne. Im Jahr 2025 waren 4,4 % aller Erwerbstätigen in Deutschland in einer Führungsposition tätig, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat mitteilt. Das waren 1,9 Millionen Führungskräfte. Zehn Jahre zuvor lag der Anteil noch leicht darüber: 4,5 % der Erwerbstätigen waren 2015 in einer Führungsposition tätig. Zu den Führungspositionen zählen hier die Geschäftsführung kleiner Unternehmen, die Geschäftsführung oder Bereichsleitung großer Unternehmen sowie leitende Positionen im Verwaltungsdienst.
  7. Im Schuljahr 2025/2026 wurden insgesamt 8 998 200 Schülerinnen und Schüler an den rund 32 800 allgemeinbildenden Schulen in Deutschland unterrichtet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das knapp 80 % aller Schülerinnen und Schüler. Weitere 2 258 000 Schülerinnen und Schüler besuchten eine der rund 8 300 beruflichen Schulen in Deutschland.
  8. Zur Reduzierung des Zuckerkonsums erheben viele Staaten eine Zuckersteuer auf zuckerhaltige Getränke. Auch die Bundesregierung plant die Einführung einer entsprechenden Abgabe. Die Getränkeindustrie hierzulande hat im vergangenen Jahr weniger zuckerhaltige Getränke und mehr kalorienreduzierte Light-Getränke sowie Mineralwasser produziert als im Jahr zuvor. Im Jahr 2025 wurden 7,42 Milliarden Liter zuckerhaltige Cola, Limonaden und andere Erfrischungsgetränke hergestellt, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Das waren 4,1 % weniger als 2024 mit knapp 7,74 Milliarden Litern. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl entsprach die Produktionsmenge 2025 rund 89 Litern pro Kopf, 2024 waren es knapp 93 Liter pro Kopf.
  9. Nicht nur zur Erkältungszeit greifen viele Menschen gern zu Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitamin C, Zink oder Eiweißgetränken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden hierzulande im Jahr 2025 rund 241 000 Tonnen Nahrungsergänzungsmittel produziert – ein neuer Höchststand. Das waren 1,6 % mehr als ein Jahr zuvor mit rund 237 000 Tonnen und 48,4 % mehr als im Jahr 2019 (162 000 Tonnen). Auch der Wert der produzierten Nahrungsergänzungsmittel ist gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte er sich um 12,6 % von rund 1,85 Milliarden Euro auf gut 2,08 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2019 hat sich der Wert der produzierten Nahrungsergänzungsmittel mehr als verdoppelt (+137,6 %).
  10. Männer verunglücken deutlich häufiger im Straßenverkehr als Frauen. Im Jahr 2025 waren 58,2 % oder 217 000 der im Straßenverkehr Verunglückten männlich, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltmännertags am 3. November mitteilt. 41,8 % oder 156 100 waren weiblich. Dabei gilt: Je schwerwiegender die durch den Unfall entstandenen Verletzungen, desto höher ist der Männeranteil unter den Verunglückten. Bei den Leichtverletzten waren 57,1 % männlich, bei den Schwerverletzten knapp zwei Drittel (64,0 %) und bei den Getöteten knapp drei Viertel (73,6 %).

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